Hüllhorster Friedhof in schlechten Zustand.

Wie schwer kann es sein, einen Friedhofs-Gärtner zu engagieren? Seit gut 5 Wochen stelle ich mir jedesmal diese Frage, wenn ich den Neuen Friedhof betrete. Am Anfang hatte ich noch Verständnis, das ein adäqutaer Nachfolger der alten Schröderschen Pflege, nicht von heute auf morgen zu finden ist. Aber langsam überkommt mich das Unverständnis, wenn ich den Neuen Friedhof betrete.

Nicht nur das die Grünflächen einen hohen Grasschnitt aufweisen. Was im allgemeine vielleicht nicht als schlimm anzusehen ist. Bei genauerer Betrachtung aber der üblichen Grabpflege entgegen wirkt. Denn das aussaamen der Gräser geht nicht spurlos an Gräbern mit einer Erdbedeckung vorüber. Die Anverandten sind gezwungen, jetzt im Sommer des öfteren mit Hacke und Harke dem Fluggras zu Leibe zu rücken.

Dann wären da noch die abgelaufenen Gräber oder die nicht mehr gepflegten Grabstätten. Ich persönlich wäre ja nicht so aufgebracht. Dennoch empfinde selbst ich es als unmöglich, wenn von einem Grab oder ehemeligen Grab, Distelsamen  das Grab meiner Schwiegereltern dermaßen verschandeln. Dagegen anzukämpfen, solange sich in der Aussamungszone nichts ändert, wäre für jeden Gärtner eine Sysiphus-Arbeit. Und jetzt male man sich aus, was ältere Menschen als ich bewerkstelligen müssen.

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13. August 2017Permalink